
Yoga die künstlerische Tat
wendung des Alltagsbewusstsein zur unmittelbarkeit des momentes
Was hat der Kunstbegriff für einen Zusammenhang mit dem Yoga?
Er verweist auf die Tätigkeit des aktiven Bewusstseins des Menschen.
Und zwar nicht um aus mechanischen Bewegungen eine Körperstellung auszuführen, sondern das vorstellende, empfangende Vermögen, eine Körperstellung jedes Mal ganz neu, aus der Unmittelbarkeit, hervorzubringen.
Der Gedanke wird in einer erhöhten Konzentration gefasst, die Vorstellungstätigkeit bildet ihn heran, die Empfindung wächst und die Tat wird vollbracht.
Die sensible Offenheit in der stillen asana berührt den wachsamen Geist.
So ist die Yogastunde ein Übungsraum, in welchem die Gewohnheit zurückgelassen wird. Der Einzelne bewegt sich zum aktiv zu Form und Inhalt.
Ein Künstler vollbringt sein Werk, das nie zu Ende ist, welches nur innehält, um neue Bewegung zu erlauschen und zu ergreifen.

